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Unsere Freiheit auf vier Rädern – Teil 5: Erste Erfahrungen on the road

Meine erste Schrecksekunde am Steuer unseres Expeditionsmobils, kurz ExMo, hatte ich ja bereits hinter mir, noch bevor wir überhaupt vom Gelände unserer LKW-Ausbauer gefahren waren. Das könnt ihr hier in Mikes letztem Blog über die Übergabe nachlesen.

Aber danach hatte ich unser ExMo im Griff. Etwas anderes allerdings klappte nicht so gut und sorgte für meine zweite Schrecksekunde …

Tag 1 on the road

Unser ExMo wurde in Deutschland als Wohnmobil zugelassen. Dadurch sind wir weder an Lenk- und Ruhezeiten gebunden, noch an die Mautpflicht für Nutzfahrzeuge. In Österreich (wie auch in vielen anderen Ländern) sieht die Gesetzeslage anders aus, das lernten wir bei der Übergabe: Hier wird nicht zwischen gewerblich und privat getrennt, ab 3,5 Tonnen (auch Wohnmobile) wird eine Maut fällig. Als wir nach der Übergabe zu unserer ersten Tour starteten, mussten wir  deswegen in Österreich gleich an Tag 1 eine Go-Box kaufen.

Es war ein wunderschöner, sonniger Tag, den wir nach dem Kauf der Box auf Österreichs Straßen verbrachten. Das Navi führte uns wieder auf direktem Weg nach Deutschland. Leider auch durch etliche Baustellen und viel stop and go. Aber so hatten wir Zeit, uns etwas weiter an unser ExMo, an die Fahreigenschaften und auch an das Cockpit zu gewöhnen. 

Wir haben übrigens dabei auch gemerkt, dass ich eher der Magnet für Baustellen bin. Mikes Anziehungskraft, so stellte sich später heraus, spezialisierte sich auf Regenschauer und Gewitter mit monsunartigen Regenfällen. 

Aber an unserem ersten Tag zeigte sich kein Wölkchen am Himmel. Und so fuhr ich am Abend auf einen Naturparkplatz auf einem Spargelhof, den wir über Landvergnügen gefunden hatten. War schon ein eindrucksvolles Bild, unser Expeditionsmobil auf dem Spargelhof…

Die ersten Fahrten und die erste Nacht hatten wir also gut überstanden. So konnte es weitergehen – und mit diesem Gedanken ging ich am nächsten Morgen duschen …

Erste Dusche on the road

Bei der Übergabe hatten wir alles über die Wasserversorgung und natürlich die Wasserstandanzeigen in unserem ExMo gelernt. Nach einigen Tagen frei stehen ging ich also weiterhin davon aus, da wird schon genug Wasser im Tank sein – ohne zu schauen. War es aber nicht. 

Das, was ich in Unternehmen immer wieder als Ursache von Problemen erlebe –diese Unachtsamkeit, dieses „davon ausgehen, etwas sei so, aber es unausgesprochen lassen“ –, das erwischte mich nun kalt.

Ich hatte mich voll eingeseift, war glücklich über unsere Entscheidung, eine getrennte Duschkabine eingebaut zu haben, als ich merkte, es kam kein Wasser mehr. Ein kurzer Schreckmoment – dann rettete mich Mike mit Wasser aus unseren Wasserflaschen, die wir eigentlich zum Trinken gekauft hatten. 

Die Tanks waren also doch leer. So schnell kann es gehen. Aber wir haben gelernt, ein besseres Gefühl für den Wasserverbrauch zu erhalten. Lektion 1 erfolgreich abgeschlossen.

Welcher Schalter?

Lektion 2 startete damit, als uns klar wurde, dass wir nicht mehr genau wussten, welche Stellung des Schalters für den Abwassertank die richtige ist. Da hatten wir bei der Übergabe nicht aufgepasst. Oder gedacht, es ist alles klar, war es aber doch nicht. Es ist halt schon etwas anderes, die Dinge bei der Übergabe gezeigt zu bekommen oder alleine unterwegs zu sein … In welcher Stellung ist der Abwassertank offen oder geschlossen und welcher Auslass genau – denn wir haben zwei davon? Welcher Schalter deaktiviert den hinteren äußeren Schalter? Das hat mich schon ein wenig nervös gemacht.

Mittlerweile wissen wir, wie es geht. Schatzmeister haben zwei Schalter eingebaut, wobei der in der Führerkabine der Hauptschalter ist. Ist der verriegelt, dann bleibt der Schalter hinten am Abwassertank wirkungslos. Und selbst, wenn beide Schalter richtig umgelegt sind, dauert es einen Moment, bis etwas passiert.

Aber das war uns eine Lehre. Wir wollen unser neues Leben on the road in Ruhe angehen. Um wirklich die Sicherheit zu gewinnen, wie unser ExMo funktioniert – und ob wir für die diversen kritischen Momente, die auftreten können, wirklich gerüstet sind oder nur denken, gut aufgestellt zu sein. Dafür wollten wir uns im Spätsommer Zeit nehmen. Und noch eine besondere Challenge meistern: Unser erstes Offroad-Training, das erste Mal ins Gelände, über Stock und Stein – mit 13t. Doch dazu erzählen wir euch in unserem nächsten Blog mehr …

Eure Anke

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Hey Ihr beiden, es ist klasse „mitzulesen“ wie ihr euren Traum verwirklicht und ein „neues Leben“ startet. Mehr davon :)… Alles Gute und lasst mal von euch hören, wenn Ihr in der Nähe seit…

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